Gentherapie: deutlich weniger Spritzen bei feuchter AMD
Bei der feuchten (neovaskulären) Makuladegeneration zeigen erste klinische Daten zur Gentherapie NG101 des südkoreanischen Unternehmens Elisigen (vormals Neuracle Genetics) vielversprechende Ergebnisse. NG101 ist eine AAV-basierte Gentherapie, die nach einer einmaligen subretinalen Injektion eine dauerhafte Produktion eines Anti-VEGF-Wirkstoffs im Auge anregen soll.
Bei der niedrig dosierten Kohorte der Phase-1/2a-Studie sank die durchschnittliche Zahl notwendiger Anti-VEGF-Injektionen pro Jahr von 9,8 vor der Behandlung auf 1,1 nach 52 Wochen – eine Reduktion um 89 Prozent. Die Hälfte der Patienten benötigte im Beobachtungszeitraum keine einzige zusätzliche Spritze mehr. Diese 52-Wochen-Daten wurden im Mai 2026 auf dem ARVO-Jahreskongress in Denver vorgestellt; auf dem Kongress der American Society of Retina Specialists (ASRS) im Juli 2026 in Montreal präsentierte das Unternehmen ergänzend 44-Wochen-Daten einer mittleren Dosierungsstufe.
Quellen:
thebionews.net: Berichterstattung zu Elisigen (vormals Neuracle Genetics) und NG101, ARVO 2026 und ASRS 2026
