ZVA: Gutes Sehen für die Schule

ZVA/Peter Boettcher

Ab August beginnt für viele Kinder die Schule und damit eine neue, spannende Zeit. Um dem Unterricht problemlos zu folgen und den Schulweg sicher zu bewältigen, ist gutes Sehen für Schulkinder besonders wichtig. Der Besuch beim Augenoptiker oder Optometristen ist auch während der Corona-Pandemie sicher und sollte vor Schulstart mit eingeplant werden.

Informationsveranstaltungen und Elternabende konnten in den vergangenen Monaten coronabedingt nicht in der gewohnten Form stattfinden, weshalb die Vorbereitungen auf die Einschulung in diesem Jahr für viele Eltern besonders herausfordernd sind. Neben der Besorgung vieler Dinge wie Schultornister, Heften, Stiften und Sportkleidung sollte aber auch ein Besuch beim Augenoptiker oder Optometristen zur Überprüfung der Sehstärke gehören.

Warum ist gutes Sehen so wichtig für Schulkinder?

Schlechtes Sehen steht oft in direktem Zusammenhang mit schlechten Leistungen in der Schule, Konzentrationsschwierigkeiten, Unlust oder Kopfschmerzen. Eine funktionierende Auge-Hand-Koordination ist nicht nur beim Schreiben oder bei Handarbeiten wichtig, auch beim Sportunterricht und in der Freizeit bedingen sich das visuelle System und die Motorik gegenseitig. Zudem ist gute Sicht unerlässlich, um den Schulweg sicher zu bewältigen – zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

Woran kann man erkennen, ob ein Kind schlecht sieht?

Die Sehfähigkeit des eigenen Kindes einzuschätzen, ist für Eltern nicht leicht. Eine eingeschränkte Sehleistung verursacht keine Schmerzen und Hinweise auf schlechtes Sehen werden oft nicht mit den Augen in Zusammenhang gebracht. Eine unbemerkte Fehlsichtigkeit bei Kindern kann aber Folgen für die Entwicklung des gesamten visuellen Systems haben. So lassen sich eine unentdeckte Amblyopie (Schwachsichtigkeit), die bei Kindern unter sieben Jahren auftritt, oder auch ein Schielfehler später nicht mehr oder nur schwer korrigieren.

Für eine erste Einschätzung des Sehvermögens können sich Eltern mit ihren Kindern ab vier Jahren unter folgendem Link in Form eines eigens für Kinder konzipierten Online-Sehtests spielerisch mit dem Thema befassen: www.1xo.de/kindersehtest.

Zum Optiker in Corona-Zeiten? Ist das sicher?

Der Kindersehtest kann und soll die Überprüfung durch einen Fachmann nicht ersetzen. Ein Sehtest beim Augenoptiker geht in der Regel schnell und unkompliziert und ist aufgrund der strengen Hygienemaßnahmen auch in Corona-Zeiten unbedenklich. Wird hierbei eine Fehlsichtigkeit festgestellt, findet der Augenoptiker oder Optometrist zusammen mit Eltern und Kind die passende Lösung in Form einer Kinderbrille, Sportbrille oder Kontaktlinsen. Letztere eignen sich mit fachgerechter Anleitung, regelmäßiger Kontrolle und Begleitung der Eltern auch für Kinder in jedem Alter.