475 neue Augenoptikergesellen im Südwesten

Bild: Fred McFar

Auszeichnungen und Ehrungen auch in Corona-Zeiten

Nach Abschluss der Winter- und Sommerprüfung 2020 freut sich der Südwesten über 475 frischgebackene Gesellinnen und Gesellen. 558 Prüflinge traten im Saarland, in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen zur Gesellenprüfung Teil 2 an, womit die Quote derer, die ihre Prüfung bestanden haben, bei erfreulichen 85 Prozent liegt.

Keine Freisprechungsfeiern

Aufgrund der aktuellen Situation verständigten sich die Vorstände der dem SWAV angeschlossenen Innungen bereits im April darauf, die geplanten Freisprechungsfeiern abzusagen. Die Übergabe der Gesellenbriefe, Prüfungszeugnisse und Auszeichnungen erfolgt in diesem Sommer ausnahmsweise auf postalischem Wege.

Die Zukunft der Gesellen

Besonders erfreulich sind in diesem Jahr die Ergebnisse der Umfrage, die jährlich unter den Abschlussprüflingen durchgeführt wird. Nur 12,32 Prozent gaben an, dass sie nach ihrem Abschluss einen Weg außerhalb der Augenoptik einschlagen werden. Knapp 58 Prozent verbleiben in ihrem Ausbildungsbetrieb. Die Gründe für den Wechsel des Berufs nach der Gesellenprüfung sind vielfältig und reichen vom Verdienst über die Arbeitszeit bis hin zu falschen Vorstellungen der täglichen Arbeit im Betrieb. Ebenfalls positiv für die Zukunft der Augenoptik ist die enorme Bereitschaft der jungen Menschen, sich weiterzubilden. 36 Prozent der Befragten möchte die Fortbildung zum Augenoptikermeister oder Optometristen ergreifen, 5,36 Prozent der Junggesellen streben ein Studium an. Die Anzahl derer, die sich noch nicht entschieden haben, liegt bei 36 Prozent. An dieser Stelle setzt die Initiative Zukunft Beruf Augenoptik IZBA des Südwestdeutschen Augenoptiker- und Optometristen-Verbandes an: Bereits zu Beginn der Ausbildung erhalten die jungen Auszubildenden eine Broschüre mit einer Übersicht ihrer Weiterbildungsmöglichkeiten, entsprechenden Einrichtungen und Anlaufstellen sowie einer Übersicht aktueller Fördermöglichkeiten. Auf diesem Wege kommen die jungen Menschen bereits früh mit den Themen Weiterbildung und Karriere in Berührung.

Positiv zu erwähnen ist auch die Weiterempfehlungsquote der augenoptischen Ausbildung. Mit 78,90 Prozent liegt sie um 4,5 Prozentpunkte höher als im vergangenen Jahr! Diese Zahl spricht für eine spannende, ausgewogene und anspruchsvolle Ausbildung, die zu zwei Drittel von jungen Frauen ergriffen wird, und zwar vorwiegend nach dem Absolvieren eines Praktikums oder aus handwerklichem Interesse. Die handwerkliche Tätigkeit wird zudem von mehr als 92 Prozent der Befragten als wichtig bzw. sehr wichtig für den Beruf erachtet.

Der SWAV gratuliert allen Junggesellinnen und Junggesellen zu ihrer bestandenen Gesellenprüfung und freut sich auf die kommende Generation, die in Kürze in die Ausbildung starten wird.