Selbstbauanleitung: Mundschutz in 15 Minuten

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Norbert Schrage ist Chefarzt an der Augenklinik Köln- Merheim und international anerkannter Experte. Er ist zudem Vorsitzender des Aachener Centrums für Technologietransfer in der Augenheilkunde e. V., kurz ACTO und Mitglied des Beirats von Augenlicht Vision.

Selber Machen ist meiner Meinung nach derzeit eine notwendige Option. Deshalb habe ich mich entschlossen, sowohl für meine Freunde, Kolleginnen und Kollegen und alle, die aktiv und verantwortlich dabei helfen möchten, dass die derzeitige SARS_CoVid-19-Epidemie verlangsamt wird.  In einem gesonderten Beitrag dazu habe ich die dringenden Gründe ausgeführt.

Entschuldigen Sie das nicht sehr professionelle Arrangement meiner bebilderten Anleitung. Aber hier geht es ja nicht um die Welt der schönen Bilder, sondern darum, Ihnen schnell eine authentische Vorstellung zu geben, wie ich das am Montagabend zu Hause umgesetzt habe. Und glauben Sie mir: das Bedienen einer Nähmaschine gehörte nicht zu meiner Ausbildung als Augenarzt.

Es ist eine prima Aufgabe für Väter, kreative Mütter, Großmütter und alle anderen die etwas Sinnvolles tun wollen, um Kinder, Enkel und Familie und sich zu schützen.

Benötigt werden

  • Ein paar alte „weiße“ Schnürsenkel mindestens 80 cm lang
  • Ein dichtes Tuchmaterial (alte Leinentischdecke, Geschirrtrockentuch)
    (eher keine alte Jeans das ist zu dicht)
  • Nähgarn in der Farbe des Tuches
  • Geduld, Nadel und Faden oder eine Nähmaschine (und wissen wie man sie bedient)
  • Eine Schere

Ablauf

Tuchmaterial

Schnürsenkel (60 cm)

A. Aus dem Stoff ein oder mehrere 18x 18 cm quadratische Stücke ausschneiden

B. Mit der Nähmaschine die Ränder säumen (umklappen und einen Naht gerade drüber) (überhängende Fäden abschneiden)

C. 3 mal einen circa 1,5 cm breiten Randteil umklappen und aufeinander nähen. Dies ergibt den seitlichen Abschluss und die nach vorne sich öffnende Maske

D. Schnürsenken auf den Rand mit den 3 Abnähern legen und mit einer Naht aufnähen das ganze an der anderen Abnäherseite wiederholen (überhängende Fäden abschneiden)

E. Anziehen und Anprobieren. 

Ich habe dafür heute mit Nähmaschine 15 Minuten pro Stück gebraucht. (Bin halt eben nicht der Schnellste)

Wenn es schön aussehen  und noch hygienischer sein soll: Mit dem Bügeleisen (Dampf) – bei Leinen auf volle Leistung – die Falten einbügeln.  Mit dem Dampfbügeleisen desinfiziert man ganz nebenbei jeden Abend das benutzte Teil. Waschen ist dann alle 2 Tage sinnvoll. 

Für eine Person braucht man so 2 bis 3 Mundschutze.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und beste Gesundheit und verbleibe mit dem Motto

Einkaufen ist uncool, selber machen ist besser

Prof. Dr. med. Norbert Schrage