Raus aus der Stressspirale

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Stress und Anspannung machen vielen Menschen schon in normalen Zeiten zu schaffen. Und das Jahr 2020 hat noch einmal eine Extraportion seelischer Belastungen draufgepackt. Das Fiese daran: Wer sich länger überlastet fühlt, empfindet irgendwann selbst die kleinsten Kleinigkeiten als stressig und kommt aus dieser Negativspirale gar nicht mehr heraus. Dann wird es höchste Zeit, den Schalter umzulegen und aktiv etwas für mehr Lebensfreude zu tun. 

Sonne und Serotonin

Bewährt haben sich dabei zum Beispiel Meditations- und Entspannungstechniken. Als besonders effektiv gilt etwa die achtsamkeitsbasierte Stressreduktion nach Jon Kabat-Zinn. Sie kann in meist acht Sitzungen erlernt werden und hilft, Dinge aufmerksamer und wertungsfrei wahrzunehmen, um so eine entspannte Akzeptanz zu erreichen. Eine weitere gute Möglichkeit, die Stimmung zu heben, verschafft uns jetzt zum Glück die warme Jahreszeit: Raus in die Sonne gehen und am besten dabei noch in Schwung kommen, also zum Beispiel durch die Natur wandern oder radeln. Denn Licht und Bewegung kurbeln die Produktion des „Glückshormons“ Serotonin an. Der stimmungsaufhellende Botenstoff wird unter Anspannung vom Körper schlechter gebildet, da die sogenannte Serotoninbildungskaskade, die über mehrere Vorstufen läuft, unterbrochen wird. Dann kann die afrikanische Schlingpflanze Griffonia simplicifolia helfen, den Engpass zu überbrücken. Denn ihre Samen enthalten 5-Hydroxytryptophan, eine Vorstufe von Serotonin, die die Lücke in der Kaskade wieder schließen und so die Stressspirale stoppen kann.

Schöne Momente genießen

Um im Alltag nicht immer wieder in die Stressfalle zu tappen, ist es außerdem sinnvoll, regelmäßige Auszeiten einzuplanen und sich selbst zu verwöhnen. Kleine Entspannungsrituale wie eine Tasse Tee am Nachmittag, ein Tänzchen zur Lieblingsmusik oder ein Telefonat mit der besten Freundin sorgen für leuchtende Momente, auf die man sich immer wieder freuen kann. Und nicht zuletzt lässt sich auch an der eigenen Einstellung arbeiten, etwa mit der Übung der „drei schönen Dinge“. Dabei schreibt man jeden Abend drei gute Erlebnisse des Tages auf – auch ganz kleine, wie das Lächeln der Supermarktkassiererin oder den tollen Sonnenuntergang. Das richtet den Blick aufs Positive und macht gleich fröhlicher.

Quelle: Pol Henry GmbH