Die Wanderscheune geht auf Tour

Täuschung auf den Schienen – ein Klassiker des Psychologen Mario Ponzo, neu illustriert: Die beiden dicken und die beiden dünnen Balken sind jeweils identisch. Rechte: Bernd Lingelbach

Über Fachkreise hinaus wird die Sammlung „Optische Phänomene in Lingelbachs Scheune“ in Leinroden bei Aalen viel beachtet. In „normalen“ Zeiten laden die Initiatoren um den Gründer und „Motor“ des inzwischen weltbekannten Museums, Prof. Bernd Lingelbach, kurz vor den großen Ferien zu einem Sommerfest mit Informations- und Meinungsaustausch, Essen, Trinken und guter Musik ein. Davon konnte in diesem Jahr nun nicht die Rede sein. Um so wichtiger wird deshalb die jüngste Erweiterung des „magischen Ortes“, der Lingelbachs Scheune zweifellos ist: „Lingelbachs Wanderscheune“. 

Ganz so, als hätten die Scheunen-Macher schon im Voraus auf die Corona-Krise reagiert, machen sie seit einem guten Jahr ein faszinierendes Angebot: Unter der treffenden Bezeichnung „Wanderscheune“ können Interessierte „Highlights“ der Bilder und Exponate der Sammlung des Museums für optische Phänomene für thematisch passende Anlässe buchen. 

„Wir freuen uns über jede gute Gelegenheit, unseren Fundus zu präsentieren, denn das Museum lebt nicht zuletzt auch von den Einnahmen, die bei unterschiedlichsten Aktivitäten erzielt werden“, erklärt Prof. Bernd Lingelbach. „Viele Augenoptiker haben die Sammlung schon bei Jubiläen oder anderen Events gezeigt und damit zusätzliche Besucher angezogen und ihre augenoptische Kompetenz wirkungsvoll unterstrichen“, bestätigt der Vorsitzende des Fördervereins Martin Himmelsbach.

Der Klassiker unter den sog. Kippbildern: „Alte Frau – Junge Frau“ des Psychologen Edwin Boring 1930 ist weithin bekannt, aber kaum jemand kennt die spannende Geschichte dahinter. Die gibt es in der Ausstellung!