Für die Industrie war 2019 das beste Jahr der Dekade

Die deutsche augenoptische Industrie blickt auf das erfolgreichste Geschäftsjahr des letzten Jahrzehnts zurück. Sie steigerte 2019 ihren Umsatz um 5,4 Prozent auf 4,70 Milliarden Euro. Der Inlandsumsatz wuchs dabei um 3,9 Prozent auf 2,39 Milliarden Euro. Der Auslandsumsatz sogar um 6,9 Prozent auf 2,31 Milliarden Euro. „Das Jahr 2019 hat alle Erwartungen übertroffen. Trotz aller Unwägbarkeiten wurde der seit 2011 anhaltende Wachstumstrend fortgesetzt. Sowohl auf dem heimischen Markt als auch auf den Weltmärkten hat sich die Branche mit ihren Produkten hervorragend behauptet“, betont Josef May, Vorstandvorsitzender des Deutschen Industrieverbandes SPECTARIS (1).

Josef May, Vorstandsvorsitzender SPECTARIS
Josef May, Vorstandsvorsitzender SPECTARIS

Wachstum in beinahe allen Regionen der Welt
 
Die positive Geschäftsentwicklung im Inland ist geprägt von Verschiebungen zu den Filalisten, verschiedenen neuen Geschäftskonzepten im Einzelhandel sowie unterschiedlichen Vertriebsmodellen. Aktuell liegt die Zukunft im kanalübergreifenden Omnichannel. International ist insbesondere das Europa-Geschäft von Bedeutung, das 73 Prozent der augenoptischen Ausfuhren ausmacht. Wachstum gab es in nahezu allen Regionen der Welt: Nordamerika glänzt mit einem Plus von 26 Prozent, Asien ebenfalls mit einem Zuwachs um 16 Prozent. Die Exportquote der deutschen augenoptischen Industrie lag 2019 bei 49,1 Prozent.

Der Markt wächst weiter

Für den Inlandsmarkt erwartet die deutsche augenoptische Industrie im Jahr 2020 ein Umsatzplus von rund 2,5 Prozent. Für das Exportgeschäft rechnet sie mit einer Steigerung um circa 3,5 Prozent. May: „Die demographische Entwicklung in Deutschland, eine wachsende Weltbevölkerung sowie die Vielfalt an unterschiedlichen Sehlösungen bieten für die augenoptische Industrie noch viel Potenzial.“ Alleine in Deutschland tragen 42,3 Millionen Menschen eine Brille, 3,3 Millionen Menschen Kontaktlinsen.
 
 
(1) SPECTARIS ist der Deutsche Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien mit Sitz in Berlin. Der Verband vertritt 400 überwiegend mittelständisch geprägte deutsche Hightech-Unternehmen. Die Branchen Consumer Optics (Augenoptik), Photonik, Medizintechnik sowie Analysen-, Bio- und Laborgeräte erzielten im Jahr 2018 einen Gesamtumsatz von knapp 73 Milliarden Euro und beschäftigten rund 320.000 Menschen.