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Zahlreiche Besucher bei Kunstausstellung der Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte

Dass eine Sehbehinderung kein Hinderungsgrund für kreatives Schaffen ist, davon konnten sich die Besucher einer Ausstellung der Werkstatt-Galerie 37 der Frankfur-ter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte am vergangenen Wochenende überzeu-gen. Im Rahmen der Ausstellungsreihe Kunst privat! öffnete die Frankfurter
Stiftung ihre Pforten und präsentierte beeindruckende Werke blinder und sehbehinderter Künstler. Besonderes Highlight: Die Besucher durften die Exponate mit ihren Händen ertasten und auf Wunsch auch eine Augenbinde dabei tragen, was viele Interessierte mit großer Begeisterung taten.

„Wir freuen uns sehr, dass so viele Bürgerinnen und Bürger unserer Einladung gefolgt sind. Es ist schön zu sehen, dass das Thema Inklusion auch vor der Kunst nicht Halt macht“, so Andreas Enzmann, Vorstand der Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehin-derte.

Von figürlichen bis abstrakten Skulpturen zeigte die Ausstellung, wie unterschiedlich sich Künstler der Bildhauerei zuwenden können: mal mit großen, weichen Formen, mal mit zierlichen Details. Die meisten Exponate bestanden aus dem in großer Formen- und Farbenvielfalt vorkommenden Mineral Steatit, auch Speckstein genannt. Der Ausstellungsschwerpunkt lag auf den Skulpturen von Helene Wenzel, welche sich durch fühl- und sichtbare Kontraste auszeichnen.
Abstrakte Kunst zeigten großflächige Acrylmalereien von Dieter-Josef Bauer: Auf mehre-ren Ebenen verbinden sich in seinen Werken Masken und Körperformen zu farbintensiven
Bildarrangements. Für den musikalischen Rahmen der Veranstaltung sorgte die inklusive Band „Blind Foundation“ mit ausgewählten Jazz- und Popballaden.

Quelle: Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte