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LIONS-Hornhautbank Saar-Lor-Lux: 15. Jubiläum

Das Bundespolizeiorchester München spielt beim Benefizkonzert zum 15 Jubiläum der LIONS-Hornhautbank Saar-Lor-Lux.

Zur Feier des 15-Jährigen Bestehens der Hornhautbank findet am 13.05.2015 ab 19 Uhr im Saalbau Homburg in Kooperation mit der Stadt Homburg ein Benefiz-Konzert statt, für das das renommierte Bundespolizeiorchester München gewonnen werden konnte.

Einlass ist ab 18.00 Uhr. Karten erhalten Sie an der Abendkasse und ab dem 01.03.2015 im Vorverkauf online unter www.ticket-regional.de, an allen Ticket Regional Vorverkaufsstellen www.ticket-regional.de/vvk, unter der Tickethotline (0651) 97 90 777 oder bei der Augenklinik des UKS: (0 68 41) 16 -2 12 40.

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Über die LIONS-Hornhautbank Saar-Lor-Lux

Im Jahr 2000 gründete Herr Professor K.W. Ruprecht, der damalige Direktor der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum des Saarlandes UKS, die LIONS-Hornhautbank Saar-Lor-Lux, Trier/Westpfalz. Finanziell unterstützt wurde die Einrichtung von LIONS-Clubs der Region Saarland, Westpfalz, Lothringen, Trier und Luxembourg sowie von Lions International und dem Hilfswerk der deutschen Lions.

Seither ist es das Ziel der Gewebeeinrichtung, die Großregion mit Spenderhornhäuten optimaler Qualität zu versorgen. Da leider im Bereich der Hornhautspende, wie auch im Bereich der Organspende, ein eklatanter Spendermangel herrscht, ist die Warteliste auf ein Hornhauttransplantat lang. Regelmäßig warten in Deutschland rund 3000 Patienten auf ein Transplantat, alleine die Wartelist in Homburg umfasst derzeit über 300 Patienten im Alter von 5 bis 95 Jahren. Durch die Operation, bei der die getrübte Hornhaut des Patienten gegen eine klare Spenderhornhaut ausgetauscht wird, kann den Patienten eine bessere Sehkraft, und somit in vielen Fällen auch die Selbstständigkeit, wieder hergestellt werden.

Eine permanente, intensive Öffentlichkeitsarbeit zur Aufklärung der Bevölkerung und Steigerung der Spendenbereitschaft ist daher unabdingbar und gehört zu den zentralen Aufgaben der Hornhautbank, da sich viele Menschen noch keine Gedanken über das Thema gemacht oder sich zu einer Organspende geäußert haben. Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung besaßen im Jahr 2014 rund 28 Prozent der Deutschen zwischen 14 und 75 Jahren einen Organspendeausweis. Die Mehrheit (84%) nutzt den Organspendeausweis zur Zustimmung einer Organ- und/oder Gewebeentnahme. Lediglich 4% nutzen den Organspendeausweis zum Widerspruch einer Entnahme und 7% haben die Entscheidung über eine Entnahme auf eine andere Person übertragen. Eine solche Entscheidung ist jedoch nur nach entsprechender Information möglich – so ist es für jeden wichtig zu wissen, dass prinzipiell jeder Verstorbene ein potentieller Hornhautspender ist und zur Hornhautspende nicht das Kriterium des Hirntodes erfüllt sein muss! Eine Spende der Hornhäute ist noch 24h nach dem endgültigen Herz-Kreislauf-Stillstand möglich. Es wird nicht das ganze Auge entnommen, sondern nur ein Scheibchen von der Größe einer weichen Kontaktlinse, daher beeinträchtigt die Spende weder eine Aufbahrung bei offenem Sarg, da man dem Verstorbenen diese nicht ansieht, noch verzögert sie die Bestattung.

Neben der Öffentlichkeitsarbeit bemüht sich die Hornhautbank auch stets um den Ausbau des Netzwerkes von Kooperationspartnern, das mittlerweile nicht nur das UKS und seine nähere Umgebung umfasst, in der unter anderem mit den Kliniken in St.Wendel, Kusel, Landstuhl und Neunkirchen eine gute Zusammenarbeit besteht, sondern auch länderübergreifend mit Kliniken in Luxemburg. Die Zusammenarbeit mit Luxemburg beschränkt sich nicht nur auf die Spendergewinnung, es stehen auch viele luxembourgische Patienten auf unserer Warteliste oder sind bereits in unserer Klinik transplantiert worden. Seit 2010 das luxembourgische Gesundheitsministerium mit dem Vorschlag an unsere Hornhautbank herangetreten ist, sich an der Gewinnung von Spendergewebe zu beteiligen, sind bereits sechs luxembourgische Klinikmitarbeiter in der Hornhautbank Homburg ausgebildet worden und sind nun in der Lage, selbständig Hornhautentnahmen nach den Qualitätsstandards der Hornhautbank durchzuführen. So stammten im Jahr 2014 bereits 44 Hornhäute aus Luxemburg, insgesamt konnten 102 Hornhäute von externen Häusern gewonnen werden, davon 24 im Rahmen von Multi-Organspenden über die DSO (Deutsche Stiftung Organspende), mit der ebenfalls eine hervorragende Zusammenarbeit besteht.

Der Erfolg dieser intensiven Arbeit zeigte sich bereits stetig über die letzten Jahre und wurde in 2014 gekrönt, indem die Anzahl der prozessierten Hornhäute über die letzten Jahre weit mehr als verdoppelt und die Anzahl der transplantierten Hornhäute erstmals über 300 lag und somit mehr als vervierfacht werden konnte!

Quelle: Universitätsklinikum des Saarlandes