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KGS: 320 Kreuzfahrtschiffe voll mit neuen Brillenträgern

In Deutschland gibt es 700.000 Brillenträger mehr als vor drei Jahren. Für das Plus sorgen vor allem Erwachsene, die ständig eine Brille tragen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Untersuchung des Instituts für Demoskopie Allensbach unter 23.000 Befragten über 16 Jahre.

Ständige Brillenträger im Aufwärtstrend

Immer mehr Erwachsene in Deutschland tragen eine Brille. Seit 2014 sind 700.000 Brillen-Neulinge hinzugekommen – so viele Menschen, wie mit etwa 320 hierzulande beliebter Kreuzfahrtschiffe auf Urlaubsreise gehen könnten. Die meisten von ihnen wären Passagiere, die ihre Brille immer tragen. Eine Million mehr sind es in den vergangenen drei Jahren geworden: aktuell 23,5 Millionen von insgesamt 40,8 Millionen Brillenträgern. Die Zahl der Gelegenheitsträger ging dafür zurück. Die Ergebnisse der Allensbach-Studie bestätigen auch den bundesweiten Trend seit 1993: Der Anteil der Brillenträger unter den in Deutschland lebenden über 16-Jährigen hat sich von 58 Prozent auf fast 66 Prozent erhöht.

Immer mehr 20- bis 44-Jährige mit Brille

Überdurchschnittlichen Brillenträger-Zuwachs verzeichnen zwei Altersklassen: Von den 20- bis 29-Jährigen im Osten Deutschlands tragen inzwischen 36 Prozent eine Brille – fünf Prozentpunkte mehr als 2014. Im Westen des Landes fällt besonders das Plus von vier Prozentpunkten bei den 30- bis 44-Jährigen auf (42 Prozent). Sie gehören zu der großen Gruppe, die nicht nur im Beruf, sondern auch in der Freizeit viele Stunden mit Computer, Tablet und Smartphone zubringt: Neun von zehn Berufstätigen arbeiten an Bildschirmen, jeder fünfte entspannt zudem nach Feierabend digital. Fast zwei Drittel der 30- bis 49-Jährigen lieben Video- oder Computerspiele. Das bedeutet für die Augen intensive Naharbeit. Zu langes Nahsehen und weniger Aufenthalt im Freien sind für Wissenschaftler nicht erst seit heute entscheidende Faktoren zur Entstehung von Kurzsichtigkeit bei jungen Menschen. Selbst in den Ferien reist digitales Sehen mit: Fast niemand fährt ohne Smartphone los, drei Viertel der Besitzer eines E-Books nutzen es für die Urlaubslektüre, fast jeder zweite Gamer packt die Spielekonsole ein, auch auf Tablet und Laptop verzichten viele nicht.

Zweitbrille ins Urlaubsgepäck

Wer von den Vorteilen der Reise-Apps, des Navigationssystems oder seines digitalen Reiseführers entspannt profitieren will, muss sich stets auf seine Augen verlassen können. Brillenträger sollten deshalb nicht vergessen, zur Sicherheit die Zweitbrille mit in den Urlaub zu nehmen. Nicht-Brillenträger können die Ferien nutzen, einmal ihre Augen zu checken. Bereits mit einfachen Seh-Tests, zum Beispiel auf seh-check.de, lassen sich erste Hinweise auf Sehdefizite entdecken. Das funktioniert auch online – selbst auf einem Kreuzfahrtschiff. Nach dem Urlaub sollte ein Augenoptiker die Sehleistung genau prüfen. Defizite können mit Brille oder Kontaktlinsen ausgeglichen werden.

Quelle: Kuratorium Gutes Sehen e.V.

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