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	<title>Augenlicht VisionCare</title>
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	<description>Welt des Sehens</description>
	<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 10:55:03 +0000</pubDate>
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		<title>Intraokuklarlinse: Ein Leben ohne Brille</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 10:39:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HJH</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Besser Sehen]]></category>

		<category><![CDATA[Katarakt / Grauer Star]]></category>

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		<description><![CDATA[


Augenärztin Dr. med. Stefanie Schmickler berichtet, was sie Patienten empfiehlt, die keine Brille mehr wünschen und für die eine Laser-OP nicht in Frage kommt.

Franziskus F. ist Inhaber einer Apotheke. Er ist auf beiden Augen stark kurzsichtig (-7,0 dpt.), das heißt, er sieht in der Ferne sehr schlecht. Hinzu kommt, dass er zudem noch eine Lesebrille benötigt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em><br />
</em></strong></p>
<p style="text-align: center; "><img class="size-full wp-image-427 aligncenter" title="bahnhof" src="http://217.160.100.77/wp_augenlicht/wp-content/uploads/2009/09/bahnhof.png" alt="bahnhof" width="383" height="241" /></p>
<p style="text-align: center;"><em><strong>Augenärztin Dr. med. Stefanie Schmickler berichtet, was sie Patienten empfiehlt, die keine Brille mehr wünschen und für die eine Laser-OP nicht in Frage kommt.</strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-425  aligncenter" title="schmickler" src="http://217.160.100.77/wp_augenlicht/wp-content/uploads/2009/09/schmickler.png" alt="schmickler" width="319" height="244" /></p>
<p style="text-align: left;">Franziskus F. ist Inhaber einer Apotheke. Er ist auf beiden Augen stark kurzsichtig (-7,0 dpt.), das heißt, er sieht in der Ferne sehr schlecht. Hinzu kommt, dass er zudem noch eine Lesebrille benötigt, weil er alterssichtig ist. Die Vorstellung eines Lebens ohne Brille fasziniert ihn. Nie hat er sich mit Sehhilfen anfreunden können. Hin und wieder las er in der Zeitung von der Möglichkeit der Sehkorrektur mittels einer Laser-Operation (LASIK).</p>
<p style="text-align: left;">Mit diesem Wunsch wandte er sich an unser Team der Augenärzte-Gemeinschaftspraxis in Ahaus. Wir mussten ihn jedoch enttäuschen. Denn die LASIK würde zwar seine Kurzsichtigkeit beheben, so dass er keine Brille mehr benötigte, um in die Ferne zu sehen, aber die Lesebrille wäre weiterhin erforderlich. Denn Kurzsichtigkeit und Alterssichtigkeit sind zwei unabhängige Beeinträchtigungen, die bei Brillen mittels einer Mehrstärkenbrille (also mit Gläsern, die Weit- und Nahsicht korrigieren) ausgeglichen werden. Doch es ist eben eine Brille – und keine kostengünstige Variante.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-426   aligncenter" title="apotheker" src="http://217.160.100.77/wp_augenlicht/wp-content/uploads/2009/09/apotheker.png" alt="apotheker" width="271" height="352" /></p>
<p>Wir sprachen mit unseren Patienten, die partout keine Brille wollten, über eine andere Möglichkeit: so etwas wie eine „Gleitsichtbrille im Auge“. Dank so genannter Multifokallinsen, die in das Auge eingepflanzt werden, steht seit einiger Zeit ein Operationsverfahren zur Verfügung, bei dem neben der Fehlsichtigkeit in der Ferne auch die Altersweitsichtigkeit mitkorrigiert werden kann.</p>
<p><strong>Was versteht man unter einer Multifokallinse? </strong></p>
<p>Eine Multifokallinse (MIOL) ist eine Mehrstärkenlinse aus Kunststoff, die in die Hinterkammer des Auges platziert wird, um die Fehlsichtigkeit nach Entfernung der körpereigenen Linse auszugleichen. Es handelt sich bei der Operation um einen intraokularen Eingriff, d.h. das Auge wird eröffnet. Dennoch können die Patienten schon am nächsten Tag wieder den meisten gewohnten Aktivitäten nachgehen.</p>
<p>Eine Lesebrille für normale Zeitungsschrift ist nach einer Multifokallinsenimplantation in der Regel nicht mehr erforderlich, da die Multifokallinse ein scharfes Bild in der Nähe und auch in der Ferne liefert. Gleitsichtbrillen sind nach der Implantation entbehrlich. Das Einsetzen einer Multifokallinse ist somit eine All-in-one-Operationstechnik, bei der Fehlsichtigkeit und Altersweitsichtigkeit zusammen korrigiert werden.</p>
<p>Allerdings ist bei der Multifokallinse die endgültige Sehschärfe erst nach mehreren Wochen erreicht, da sich das Gehirn erst an die Linse gewöhnen muss: Die Multifokallinse sorgt dafür, dass man permanent ein scharfes Bild in der Nähe und auch in der Ferne sehen kann, was die Natur mit der körpereigenen Linse nicht zulässt. Mit der menschlichen Augenlinse sieht man entweder in der Ferne scharf und hat das Umfeld in der Nähe unscharf oder man konzentriert sich auf Dinge in der Nähe, die man dann scharf sieht, und die Bilder in der Ferne sind verschwommen.</p>
<p>Nach einer Multifokallinsenimplantation gewöhnt sich das Gehirn innerhalb mehrerer Wochen daran, das gerade nicht benötigte Bild zu „unterdrücken“. Lästig sind für viele Menschen anfangs auch „Kränze“ um Lichtquellen bei Gegenlicht (sog. Halos = Heiligenschein). Diese rühren daher, dass die Oberfläche der Multifokallinse über schießscheibenartige Ringe verfügt, an denen das Licht entsprechend gebeugt wird.</p>
<p>Letztlich muss man sagen, dass es sich bei der Operation der Altersweitsichtigkeit mit Einpflanzen einer Multifokallinse um dieselbe Operationstechnik handelt wie bei der Grauen-Star-Operation. Diese wiederum ist diejenige Operationsart, die allein in Deutschland jährlich rund 600.000 mal durchgeführt wird. Während die Operation des Grauen Stars aber von den Krankenkassen erstattet wird, muss der Linsenaustausch bei klarer Linse zur Korrektur der Fehlsichtigkeit, die „clear lens extraction“ mit Einsetzen einer Multifokallinse, privat gezahlt werden. Die Kosten pro Auge liegen nicht unter 2.000 Euro.</p>
<p><strong>Ist die Multifokallinse etwas für Jedermann? </strong></p>
<p>Nein! Als Patient sollte man seine Brille überhaupt nicht leiden können, dann kommt man mit einer Multifokallinse gut zurecht und nur so gewöhnt man sich nach der Operation am schnellsten an die Vorteile der MIOL. Das bestätigen unsere vielfältigen Erfahrungen aus der Gemeinschaftspraxis in Ahaus, denn nur dadurch wird der Betroffene auch die Nebenwirkungen der Linse akzeptieren. Dazu gehört, dass das Sehen in der Ferne als auch in der Nähe nicht so gestochen scharf sein kann wie mit Brille oder Kontaktlinsen, als man diese noch gut vertrug. Auch werden die Blendeffekte bei Nacht viel schneller von denjenigen Patienten nicht mehr wahrgenommen, die vorher einen ausgeprägten Leidensdruck unter ihrer Brille hatten. Jede Implantation bedarf einer grundlegenden gemeinsamen Abstimmung von Arzt und Patient. Zurückhaltend sind wir, wenn die Multifokallinsenimplantation aus rein kosmetischen Gründen durchgeführt werden soll.</p>
<p>Eine gute Betreuung nach der Operation ist sehr zu empfehlen: Dem Patienten muss im Rahmen der augenärztlichen Untersuchung erläutert werden, bei welchem Leseabstand es sich am besten liest. Es sind auf dem Markt verschiedene Multifokallinsen erhältlich. Ich persönlich habe im Laufe der Zeit sehr gute Erfahrungen mit der TECNIS Multifokallinse gemacht, die ich seit Jahren einsetze. Sie sorgt für eine gute Lese- als auch Fernsehschärfe. Allerdings muss das Arbeiten am Computer erst trainiert werden, da die Multifokallinsen meistens nur Bifokallinsen sind. Das bedeutet, sie haben einen Punkt in der Nähe und einen in der Ferne, in dem man scharf sieht. Im „Zwischenraum“ ist das Bild nicht so scharf. Hier gibt es neuerdings Multifokallinsen mit einem abgeschwächten Nahzusatz, die das Sehen im Zwischenbereich deutlich verbessern, jedoch für ganz kleine Schrift wiederum eine Brille erforderlich machen. Trockene Augen können die Blendungsphänomene bei Nacht verstärken, weshalb Benetzungsmittel wie zum Beispiel Blink Augentropfen in den ersten Monaten ein „Muss“ sind.</p>
<p><strong>Wer ist besonders für Multifokallinsen geeignet? </strong></p>
<p>Multifokallinsen sind Linsen für Menschen, die bereits die Altersweitsichtigkeit haben, d.h. jenseits des 45. Lebensjahres. Sie eignen sich insbesondere für Menschen, die viel Sport treiben, wo eine Brille stört, oder für Menschen, die im Beruf viel mit Blickhebung und -senkung zu tun haben wie Handwerker, Apotheker oder auch Schauspieler. Aber auch im Alter kann es lohnend sein, auf die Gleitsichtbrille verzichten zu können, wenn das Auge sowieso aufgrund eines Grauen Stars operiert werden muss.</p>
<p><em>Und nun noch etwas zum Schluss: der Nachstar.</em> Die Risiken der Operation beim Linsenaustausch sind heutzutage gering. Die Gefahr, dass eine Infektion im Auge auftritt, liegt weltweit bei 1:7000 und die des Verlustes eines Auges bei 1:15000. Allerdings stellt sich in 15 Prozent der Fälle bis circa drei Jahre nach Operation ein Nachstar ein, ein Zellwachstum auf der hinteren Linsenkapsel. Dies wird heutzutage problemlos und schmerzfrei mit dem YAG-Laser beseitigt, so dass wieder eine klare Sicht möglich ist.</p>
<p>Franziskus F. und auch Maria M. haben sich beidseits Multifokallinsen durch unser Ärzteteam der Augenärzte-Gemeinschaftspraxis in Ahaus implantieren lassen. Sie und viele andere Patienten sind seitdem glücklich, von Fern- und Lesebrille unabhängig zu sein.</p>
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		<title>RP:  Fortschritte bei Sehprothesen</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 15:48:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HJH</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Krankheiten]]></category>

		<category><![CDATA[RP / Retinitis Pigmentosa]]></category>

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		<description><![CDATA[Das weltweit erste drahtlose System von Sehprotesen für erblindete RP-Patienten basiert auf einer winzigen Kamera, die in eine Brille integriert ist, kontinuierlich Bilder aufnimmt und über einen Sender im Brillenbügel an den Empfänger und von dort an einen epiretinal implantierten Chip weiterleitet. Die Energieversorgung und die Umwandlung der Kamerabilder in Signale leistet ein kleiner Prozessor, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das weltweit erste drahtlose System von Sehprotesen für erblindete RP-Patienten basiert auf einer winzigen Kamera, die in eine Brille integriert ist, kontinuierlich Bilder aufnimmt und über einen Sender im Brillenbügel an den Empfänger und von dort an einen epiretinal implantierten Chip weiterleitet. Die Energieversorgung und die Umwandlung der Kamerabilder in Signale leistet ein kleiner Prozessor, der am Körper getragen wird. In einer Pilotstudie an drei Patienten zeigte sich, dass die Implantation gut vertragen wurde und Impressionen von unbewegten Mustern und Bewegungen wahrgenommen werden konnten. Die Patienten waren in der Lage, eine horizontale und vertikale Testlinie sicher zu unterscheiden, dazu Kreuze und einige vorgegebene einfache Muster. Schwierig sind die korrekte Einstellung von Amplitude und Stärke der Signale, so dass aus den eingegangenen Signalen auch auf der Netzhaut ein korrektes Bild entsteht und erkannt wird. Als nächstes sind Grauschattierungen und weitere Bewegungstests, eine Optimierung der Kamera sowie eine multizentrische Studie mit permanenter Verweildauer des Chips geplant.</p>
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		<title>Akkommodierende IOL: Zwei Mechanismen wirken</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 15:44:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HJH</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[Besser Sehen]]></category>

		<category><![CDATA[Refraktive Chirurgie]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine neuartige Intraokularlinse (IOL) ist nun auch in Deutschland verfügbar. Sie stellt die Akkommodation wieder her und funktioniert wie die natürliche Augenlinse: Durch gezielte Verformung stellt sie sich auf Nah-, Zwischen- und Fernbereiche des Sehens ein. IOL werden bei der Operation des Grauen Stars (Katarakt) eingesetzt, um die getrübte Augenlinse zu ersetzen. Üblicherweise wird eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine neuartige Intraokularlinse (IOL) ist nun auch in Deutschland verfügbar. Sie stellt die Akkommodation wieder her und funktioniert wie die natürliche Augenlinse: Durch gezielte Verformung stellt sie sich auf Nah-, Zwischen- und Fernbereiche des Sehens ein. IOL werden bei der Operation des Grauen Stars (Katarakt) eingesetzt, um die getrübte Augenlinse zu ersetzen. Üblicherweise wird eine klare Monofokallinse mit Fernkorrektur verwendet, so dass noch eine Sehhilfe für den Nah- und Zwischenbereich nötig ist. Alternativen dazu sind bi- oder multifokale IOL. Da sie mehrere Brennpunkte haben, verbessert sich zwar die Nah- und Fernsicht, doch im Intermediärbereich ist sie nicht optimal. Hinzu kommen häufig Beeinträchtigungen durch schwache Kontraste, Halos und Blendung. Um diese Nachteile zu überwinden, wird seit Jahren und auf unterschiedliche Art und Weise versucht, eine IOL zu entwickeln, die selbst akkommodiert.</p>
<p>Mit der Crystalens HD ist nun eine neue Generation dieser Linsen in Europa eingeführt worden, die erste akkommodierende IOL, die von der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) zugelassen wurde. Sie hat zwei Wirkmechanismen: Primär eine eigene Vorwärtsbewegung in Richtung Iris, wodurch die IOL sich auf die Nähe einstellt. Ein zweiter, zusätzlicher Mechanismus für bessere Nahsicht ist eine durch ein neues Optikdesign bedingte Brechkraftänderung. Im Gegensatz zu Multifokallinsen wird nur ein einziges Bild auf die Netzhaut projiziert. Es entsteht also jeweils nur ein Fokuspunkt, wodurch nach Angaben des Herstellers eine hohe Bildqualität erreicht wird. Das Risiko von Blendungen und Halos werde dadurch erheblich reduziert. Die optimierte Linsen-Vorderfläche verstärke die Schärfentiefe, so dass die Nahsicht ohne Kompromisse bei der Fern- und Intermediärsicht habe verbessert werden können.</p>
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		<title>Hornhautverpflanzung:  Abstoßung vermeiden</title>
		<link>http://augenlicht.de/archives/413</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 15:42:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HJH</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Krankheiten]]></category>

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		<description><![CDATA[(DOG) Jährlich verpflanzen Augenärzte in Deutschland etwa 6.000 Hornhäute und geben damit Menschen ihr Sehvermögen zurück. In knapp einem Fünftel der Fälle stößt jedoch der Körper des Patienten das Transplantat ab. Bluttests könnten zukünftig vorhersagen, wie das Auge auf eine Spenderhornhaut reagiert. Den Nutzen solcher Tests für die Hornhauttransplantation untersuchen Forscher der Universitäts-Augenklinik Freiburg unter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(DOG) Jährlich verpflanzen Augenärzte in Deutschland etwa 6.000 Hornhäute und geben damit Menschen ihr Sehvermögen zurück. In knapp einem Fünftel der Fälle stößt jedoch der Körper des Patienten das Transplantat ab. Bluttests könnten zukünftig vorhersagen, wie das Auge auf eine Spenderhornhaut reagiert. Den Nutzen solcher Tests für die Hornhauttransplantation untersuchen Forscher der Universitäts-Augenklinik Freiburg unter der Leitung von Privatdozent Dr. med. Daniel Böhringer jetzt in einer deutschlandweiten Studie (FANCY-Studie). FANCY steht dabei für „Functional Antigen Matching in Keratoplasty and the Role of HLA Antibody Formation“. An mehr als 700 Patienten vergleichen Ärzte den Einsatz beliebiger Spender-Hornhäute mit jenen, die sich im sogenannten Humanen-Leukozyten-Antigen (HLA)-Test als passend zum Gewebe des Empfängers erweisen. Mit Hilfe eines eigens entwickelten Computerprogramms werten sie dafür tausende Gensequenzen aus. Bleiben die Abweichungen zwischen Spender und Empfänger unter einem bestimmten Wert, eignet sich die Hornhaut für die Transplantation. Bewährt sich dieses Verfahren an einer so großen Gruppe, erhöht dies Erfolg und Sicherheit von Hornhauttransplantationen und erspart vielen Patienten unnötige Folgeoperationen.</p>
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		<title>Gentherapie: Blinde Frau kann sehen</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 15:40:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HJH</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Krankheiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie die Ärzte-Zeitung kürzlich meldete, konnte eine von Geburt an blinde Frau nach der Behandlung mit einem gentherapeutischen Präparat 2008 erstmals etwas sehen. Sie leide unter der Erbkrankheit Amaurosis congenita Leber, bei der das Gen RPE 65 fehle. Dadurch bleibe die Netzhaut unterentwickelt, so dass die Patienten von Geburt an blind seien. Das Präparat enthalte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie die Ärzte-Zeitung kürzlich meldete, konnte eine von Geburt an blinde Frau nach der Behandlung mit einem gentherapeutischen Präparat 2008 erstmals etwas sehen. Sie leide unter der Erbkrankheit Amaurosis congenita Leber, bei der das Gen RPE 65 fehle. Dadurch bleibe die Netzhaut unterentwickelt, so dass die Patienten von Geburt an blind seien. Das Präparat enthalte den Bauplan für das Eiweißmolekül RPE 65. Nun habe sich nach Angaben von Dr. A.V. Cideciyan (Philadelphia) das Sehvermögen der Frau weiter verbessert. Sie könne Dinge mithilfe jener Bereiche der Netzhaut sehen, in die das intakte Gen injiziert worden war. Als nächstes solle geprüft werden, ob sich das Sehvermögen durch gezieltes Training schneller verbessern lasse.</p>
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		<title>Neu: Gezielte Betastrahlung</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 16:48:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HJH</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[AMD / Makuladegeneration]]></category>

		<category><![CDATA[Krankheiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Durch neue Medikamente, die sogenannten VEGF-Hemmer, sind Fortschritte bei der Behandlung der feuchten altersbedingten Makuladegeneration (AMD) erreicht worden. Die regelmäßig notwendige Injektionen direkt ins Auge sind teuer und nicht ohne Risiko. Eine neue Therapie scheint nun einen weiteren Ansatz zu bieten. 
Die AMD ist die häufigste Ursache für schwere Sehbehinderungen bis hin zum Verlust der zentralen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Durch neue Medikamente, die sogenannten VEGF-Hemmer, sind Fortschritte bei der Behandlung der feuchten altersbedingten Makuladegeneration (AMD) erreicht worden. Die regelmäßig notwendige Injektionen direkt ins Auge sind teuer und nicht ohne Risiko. Eine neue Therapie scheint nun einen weiteren Ansatz zu bieten. </strong></p>
<p>Die AMD ist die häufigste Ursache für schwere Sehbehinderungen bis hin zum Verlust der zentralen Sehschärfe. Die Stelle des schärfsten Sehens, die Makula, nimmt Schaden. Die Sehzellen werden nicht mehr ausreichend versorgt. Durch Stoffwechselmüll bilden sich unter der Netzhaut Ablagerungen, Zellen gehen zugrunde. Als Reaktion wachsen abnorme Blutgefäße, aus denen Blut und Flüssigkeit in die Netzhaut gelangen. Während bei der „trockenen“ Form der Funktionsverlust allmählich verläuft, ist die „feuchte“ Form wesentlich aggressiver. Die Krankheit ist nicht heilbar, nur ihr Fortschreiten kann aufgehalten werden. Seit kurzer Zeit werden zur Therapie der feuchten AMD neue Wirkstoffe eingesetzt (VEGF-Hemmer), die im Abstand von mehreren Wochen direkt ins Auge injiziert werden und die Bildung neuer Blutgefäße verhindern sollen.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-399" title="brachy_1" src="http://217.160.100.77/wp_augenlicht/wp-content/uploads/2009/09/brachy_1.png" alt="brachy_1" width="600" height="443" /></p>
<p>Kürzlich schrieb nun Dr. Ronald Gerste in der „Welt“: „Zurzeit erprobt ein internationales Forscherteam eine neue Therapie, mit der zumindest die feuchte Variante leichter und kostengünstiger als bisher behandelt werden könnte.“ Er bezieht sich dabei auf eine bis Ende 2010 laufende Studie, an der u.a. der Leipziger Professor Peter Wiedemann und Würzburger Mediziner mitarbeiten. Nach ersten Studienergebnissen könne diese Strahlentherapie die Zahl der Medikamenteninjektionen verringern oder sogar ganz überflüssig machen. Gerste erwähnt auch eine andere, kleinere Untersuchung, bei der die Strahlentherapie zusammen mit der Medikamenteninjektion erfolgte. Bei 17 von 25 Patienten sei der Befund so stabil gewesen, dass die Injektionen wegfallen konnten. Die Strontium-90-Bestrahlung sei nachhaltig gewesen und habe nicht wiederholt werden müssen. Nach bisherigen Berechnungen spare sie gegenüber einer Behandlung mit dem Wirkstoff Ranibizumab schon nach 18 Monaten rund 3.300 Euro.</p>
<p><strong>Umliegende Strukturen werden geschont </strong></p>
<p>Doch es geht nicht nur um Kostenersparnis. Wie eine AMD-Therapie auch aussehen könnte, die einerseits den hohen Belastungen der Patienten und andererseits dem möglichen Risiko für Auge und Herz-Kreislauf-System Rechnung trägt, zeigte ein Symposium auf dem diesjährigen Kongress der deutschen Augenchirurgen (DOC) in Nürnberg. Es befasste sich mit der epiretinalen Brachytherapie mit dem Vidion-System. Dabei wird ein Strontium-90-Strahler direkt an die Läsion gebracht. Strontium-90 ist ein hochenergetischer Betastrahler, der etwa vier Millimeter tief eindringt. So könne die Verletzung mit einer ausreichend hohen Strahlendosis direkt behandelt werden, ohne die umliegenden Strukturen zu beschädigen, erläuterte Dr. Rainer Guthoff (Würzburg).</p>
<p>„Das Nebenwirkungsrisiko ist nach aktuellem Stand der Daten sehr gering“ betonte Dr. Stefan Egger (Salzburg). Die klinischen Erfahrungen mit dieser Therapie seien sehr gut, die Ergebnisse durchaus Erfolg versprechend. PD Dr. Klaus Pels (Charité Berlin) ging auf die Auswirkungen der VEGF-Hemmer auf das Herzkreislaufsystem ein und mahnte, unbedingt das kardiovaskuläre bzw. Schlaganfallrisiko zu bedenken. Für Dr. Tim Jackson (London) ist der wichtigste Punkt der bisherigen Studienergebnisse, dass 73 Prozent der Patienten über 18 Monate keine weiteren Injektionen brauchten. Es fehlen aber noch weitere klinische Erfahrungen, um hier eindeutige Klarheit zu gewinnen. Augenlicht VisionCare wird diesen Ansatz weiter verfolgen und Sie auf dem Laufenden halten.</p>
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		<title>Wie sich das Leben verändert</title>
		<link>http://augenlicht.de/archives/386</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 16:30:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HJH</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Titelgeschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Wolfgang Lander ist an LHON erkrankt. Sein Sehvermögen beträgt nur noch zwei Prozent – er ist fast blind. Nichts ist mehr wie vorher, weder beruflich noch im Alltag. Die Krankheit hat sein Leben auf den Kopf gestellt. Neue Perspektiven mussten gesucht und gefunden werden.

Wolfgang Lander an seinemComputer, der mit einer Braille-Zeile ausgestattet ist. Als küftiger Physiotherapeut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wolfgang Lander ist an LHON erkrankt. Sein Sehvermögen beträgt nur noch zwei Prozent – er ist fast blind. Nichts ist mehr wie vorher, weder beruflich noch im Alltag. Die Krankheit hat sein Leben auf den Kopf gestellt. Neue Perspektiven mussten gesucht und gefunden werden.</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong><img class="alignnone size-full wp-image-390" title="lohns1" src="http://217.160.100.77/wp_augenlicht/wp-content/uploads/2009/09/lohns1.png" alt="lohns1" width="390" height="266" /></strong></p>
<p style="text-align: center;"><em>Wolfgang Lander an seinemComputer, der mit einer Braille-Zeile ausgestattet ist. Als küftiger Physiotherapeut muss er sich Kenntnisse in Anatomie aneignen</em></p>
<p>Bis vor sieben Jahren führte der dreifache Familienvater ein ganz normales sehendes Leben. Der heute 42-Jährige war beruflich im Außendienst tätig, in seiner Freizeit musizierte er viel und engagierte sich im örtlichen Vereinsleben. Doch plötzlich brach bei ihm eine erblich bedingte Augenerkrankung aus, die sein Leben in kurzer Zeit grundlegend verändert hat (siehe Bericht in Augenlicht 2-2009, S. 22f): Die Lebersche Hereditäre Optikusneuropathie (LHON) ist eine Erkrankung der Sehnerven, bei der es zu einer Degeneration der Sehnervenfasern kommt. Innerhalb weniger Wochen verringerte sich Landers Sehvermögen auf nur noch zwei Prozent. Zwar wird er nach Aussagen der Ärzte nicht total erblinden. Doch die niederschmetternde Diagnose war ein Schock für ihn. Wie sollte es nun mit ihm und seiner Familie weitergehen? Wie sollte er den Alltag bewältigen und eine neue berufliche Perspektive entwickeln?</p>
<p>Zunächst hatte die Untersuchung jeden zweiten Monat in der Universitäts-Augenklinik in Tübingen einen hohen Stellenwert für ihn. Denn Lander bekam zwischenzeitlich Medikamente, die zur Ernährung des Sehnerven dienen sollten und er hoffte, dass sich dadurch sein Sehvermögens vielleicht wieder auf fünf bis zehn Prozent vergrößern könnte. Aber leider ohne Erfolg, nach drei Jahren wurde das Medikament wieder abgesetzt. Nun begann die psychische Aufarbeitung. Und die täglich anfallenden Probleme, auch häuslicher Natur, mussten bewältigt werden. Jahrzehntelange Selbstverständlichkeiten waren in kurzer Zeit zum Problem geworden und ohne fremde Hilfe nicht mehr möglich.</p>
<p>Von vielen Seiten erhielt Wolfgang Lander gutgemeinte Ratschläge, beispielsweise den, nun unbedingt Frührente zu beantragen. Das aber wollte er auf keinen Fall. Hierzu fühlte er sich viel zu jung und außerdem hätten die finanziellen Mittel nicht ausgereicht, die Lebenshaltungskosten der Familie zu bestreiten. Er wollte wieder arbeiten und war zuversichtlich, die vor ihm liegenden Hindernisse zu bewältigen.</p>
<p><strong>Sein Glaube gab ihm Kraft </strong></p>
<p>Also suchte er zusammen mit seiner Familie nach einer Lösung. Mehr und mehr fand er Halt im Glauben, was er so intensiv aus früheren Zeiten nicht kannte. Hier tankte er viel Kraft. Nächtelang betete er in einer großen Wallfahrtskirche in Bayern und nahm auch an Exerzitien teil. Von einem Freund erfuhr er, dass aus Medjugorje, einem Wallfahrtsort in Bosnien-Herzegowina, in jüngster Zeit eine Marienerscheinung gemeldet worden war. Eine Wallfahrt dorthin gab ihm neuen Lebensmut zur Bewältigung seiner Krankheit.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-389" title="lohns2" src="http://217.160.100.77/wp_augenlicht/wp-content/uploads/2009/09/lohns2.png" alt="lohns2" width="266" height="175" /></p>
<p style="text-align: center;">Zur Entspannung fährt Wolfgang Lander Tandem, hier mit Ehefrau Anne</p>
<p>Nach mühevollen eineinhalb Jahren kam er ins Berufsförderungswerk (BfW) nach Würzburg zur Arbeitserprobung. Hier wurde sehr schnell festgestellt, dass Lander mit nur zwei Prozent Sehvermögen die Blindenschrift auf Braillezeile erlernen musste. Das bedeutete für ihn ein Jahr blindentechnische Grundreha. Dort lernte er nicht nur die Brailleschrift, sondern auch den Umgang mit Lesegeräten, Lupen, dem Blindenstock und weiteren technischen Hilfsmitteln. Auch die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel wie Bahn und Bus wurde trainiert. In einer Umgebung mit Gleichgesinnten, mit denen er sich über die anstehenden Probleme täglich austauschen konnte, war das Nicht-Sehen-Können weniger dramatisch. Lander fand Freunde und begann, Gitarre spielen zu lernen.</p>
<p><strong>Neue berufliche Perspektive </strong></p>
<p>Nach drei Monaten stellte sich bei ihm eine Erleichterung ein. Er konnte den PC über Braillezeile bedienen und durch die vergrößernden Sehhilfen auch wieder lesen. Dies bedeutete für ihn, ein Stück seiner Unabhängigkeit zurückgewonnen zu haben – und es taten sich berufliche Perspektiven auf. Er war jetzt so weit, dass er sich gedanklich mit der Neuorientierung auseinandersetzen konnte. Vom Kostenträger wurde eine Ausbildung zum Telefonisten oder Verwaltungsangestellten mit einer Ausbildungszeit von zwei Jahren vorgeschlagen. Doch Wolfgang Lander zog es ins Gesundheitswesen. Schon als er mit 16 Jahren zum ersten Mal vor der Berufswahl gestanden hatte, hatte er eigentlich Masseur werden wollen. Es kam jedoch anders, er wurde Schreiner. Nun entschloss er sich bei der zweiten Möglichkeit der Berufsfindung in seinem Leben zum Physiotherapeuten/ Masseur. Um die Umschulung in Angriff zu nehmen, bat er den Kostenträger um Genehmigung. Da aber diese Ausbildung dreieinhalb Jahre dauert und er zudem wöchentlich zwischen seinem Wohnort im Schwabenländle und Mainz pendeln muss, bedurfte es einer guten Argumentation, diese Genehmigung auch zu erhalten. Er bekam sie.</p>
<p>Die Ausbildung begann mit einem halben Jahr Grundkurs in physikalischer Therapie, die er sich noch in Würzburg aneignen durfte. Danach ging es in die dreijährige Ausbildung mit vier Praktika nach Mainz, wo Lander nächstes Jahr den Abschluss machen wird. Nach wie vor ist er überzeugt, dass er die richtige Berufswahl für sich gefunden hat. Trotz intensiven Lernens und immer neuer Herausforderungen freut er sich riesig über den baldigen Einstieg in sein neues Berufsleben als Angestellter oder auch auf selbstständiger Basis.</p>
<p>Wolfgang Lander hat in den vergangenen sechs Jahren gelernt, mit seiner Krankheit umzugehen und das Beste daraus zu machen. Seine Familie und Freunde unterstützen ihn, wo es nötig ist. Er ist auch sehr dankbar für die technischen Hilfsmittel und Sehhilfen, mit denen er gut ausgestattet ist und die ihm das Leben erleichtern. Von Michaela Einhauser</p>
<p><span><strong>Info </strong></span><strong>Lebersche hereditäre Optikusneuropathie </strong><span><strong>(LHON) </strong></span></p>
<div>Bei dieser erblich bedingten Erkrankung des Sehnerven kommt es zur Degeneration und zum Schwund der Sehnervenfasern. Ursache ist eine Veränderung des mitochondrialen Erbguts, meist durch Mutationen. Der genetische Defekt hat eine Störung der Energiegewinnung in der Zelle und einen vermehrter Anfall freier Radikale zur Folge. Die Erkrankung kann nur von Frauen weitervererbt werden und tritt vor allem bei Männern zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr auf. Es kommt zu einer Sehverschlechterung, die meist einseitig beginnt und innerhalb weniger Wochen bzw. Monate auch das zweite Auge betrifft. Die Sehschärfe verringert sich stark, das zentrale Gesichtsfeld fällt aus (Zentralskotom). Die verbleibende Sehschärfe liegt meist zwischen zwei und fünf Prozent des normalen Visus. Eine Therapie gibt es nicht. Infos im Internet: www.lhon.ch (Selbsthilfegruppe Lebersche Optikusneuropathie Schweiz und Deutschland)</div>
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		<title>Beratung übers Telefon</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 15:53:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[(dgk) Bei mehr als 90 Prozent der über 65-Jährigen trüben sich die natürlichen Augenlinsen allmählich ein. Durch den Grauen Star (Katarakt) verschleiert sich der Blick immer weiter, Farben verblassen, das Lesen wird anstrengender. Eine Operation, bei der künstliche Linsen eingesetzt werden, kann diese Probleme beseitigen. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt dafür? Kann ich danach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(dgk) Bei mehr als 90 Prozent der über 65-Jährigen trüben sich die natürlichen Augenlinsen allmählich ein. Durch den Grauen Star (Katarakt) verschleiert sich der Blick immer weiter, Farben verblassen, das Lesen wird anstrengender. Eine Operation, bei der künstliche Linsen eingesetzt werden, kann diese Probleme beseitigen. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt dafür? Kann ich danach womöglich auf eine Brille verzichten?</p>
<p>der guten Behandlungschancen sind viele Patienten nach der Diagnose Glaukom entsetzt und verunsichert. Häufig fehlt die Zeit zu einem ausführlicheren Gespräch mit dem Augenarzt. Und die wichtigsten Fragen tauchen auch oft erst auf, wenn man wieder zuhause ist. Unter anderem in solchen Fällen kann und soll die Glaukom-Hotline eine erste Hilfestellung geben. Das Glaukom-Beratungstelefon ist immer mittwochs von 13 bis 15 Uhr unter der gebührenfreien Rufnummer 0800 / 0112 118 zu erreichen.</p>
<p>Was passiert bei dem chirurgischen Eingriff? Gibt es Risiken? Antworten auf solche und weitere Fragen gibt das Beratungstelefon der Initiative Grauer Star. Die gebührenfreie Rufnummer 0800 / 0112 112 ist zumindest bis zum Jahresende immer mittwochs zwischen 15 und 17 Uhr zu erreichen. Die Telefonhotline ergänzt das Informationsangebot der Initiative im Internet unter www.initiativegrauerstar.de</p>
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		<title>DHL unterstützt „Die rote Brille“</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 15:51:53 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das Unternehmen DHL Paket Deutschland unterstützt ab sofort das Projekt „Die rote Brille“. Initiiert vom Leipziger Kontaktlinsen-Versand Lensspirit, sammelt das Hilfsprojekt ausrangierte Brillen, Gläser und einzelne Brillenbestandteile für Uganda. Vor Ort werden die Spenden dann von Einheimischen, die das optischen Handwerk erlernt haben, neu eingeschliffen und angepasst. Ausgebildet wurden diese von bazunga e.V., eine Organisation, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Unternehmen DHL Paket Deutschland unterstützt ab sofort das Projekt „Die rote Brille“. Initiiert vom Leipziger Kontaktlinsen-Versand Lensspirit, sammelt das Hilfsprojekt ausrangierte Brillen, Gläser und einzelne Brillenbestandteile für Uganda. Vor Ort werden die Spenden dann von Einheimischen, die das optischen Handwerk erlernt haben, neu eingeschliffen und angepasst. Ausgebildet wurden diese von bazunga e.V., eine Organisation, die schon seit Jahren in Ostafrika tätig ist. So wird nicht nur Menschen mit einer Sehschwäche geholfen, sondern es werden auch Arbeitsplätze geschaffen. Für 300 Spender aus Deutschland übernimmt DHL die Transportkosten für den Versand an die zentrale Sammelstelle in Leipzig. Über einen Link auf der Homepage des Hilfsprojektes können sich Interessierte ganz einfach einen Paketaufkleber per E-Mail zuschicken lassen.</p>
<p>Weitere Informationen: www.die-rote-brille.de</p>
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		<title>Ganz entspannt zur OP</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Dec 2008 17:03:31 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Titelgeschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Operation des grauen Stars (Katarakt) ist heutzutage Routine – für die Augenärzte. Nicht jedoch für ihre Patienten. Die sehen dem Eingriff meist mit eher gemischten Gefühlen entgegen. Einerseits hoffen sie auf baldige klare Sicht, andererseits wissen sie nicht so recht, was da auf sie zukommt. Wir haben bei einer Patientin nachgefragt: Wie war es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Operation des grauen Stars (Katarakt) ist heutzutage Routine – für die Augenärzte. Nicht jedoch für ihre Patienten. Die sehen dem Eingriff meist mit eher gemischten Gefühlen entgegen. Einerseits hoffen sie auf baldige klare Sicht, andererseits wissen sie nicht so recht, was da auf sie zukommt. Wir haben bei einer Patientin nachgefragt: Wie war es denn? </strong></p>
<div><strong><img class="aligncenter size-full wp-image-363" title="op_katarakt_frau2" src="http://217.160.100.77/wp_augenlicht/wp-content/uploads/2008/12/op_katarakt_frau2.gif" alt="op_katarakt_frau2" width="400" height="266" />   </p>
<p><span style="font-weight: normal;">„Gut!“ Elisabeth H.* hatte schon vorher keinerlei Bedenken gehabt. „Das ist ja eine Fließband-Operation, habe ich gedacht, was soll da schon passieren? Schließlich machen die Ärzte dort den ganzen Tag nichts anderes“, begründet sie ihr gutes Vorab-Gefühl. Nein, wirklich, Angst habe sie nicht gehabt, versichert sie. Und keine Spur von Nervosität. Eher Vorfreude, bald wieder guten Gewissens im Dunkeln Auto fahren zu können. Auf Straßen, wo ihr nicht mehr grell leuchtende Christbäume entgegenkommen, sondern schlichte Fahrzeuge. Schließlich war es Herbst und der Winter stand bevor. Zeit also für den ambulanten Eingriff. </span></p>
<p><span style="font-weight: normal;">Die erste Operation fand im Oktober 2002 statt, die zweite vier Jahre später. Dass eins ihrer Augen nicht mehr in Ordnung war, hatte sie schon länger bemerkt. „Im Dunkeln waren die Lichter kein enger begrenzter Punkt mehr, sondern wurden größer. Auch beim Lesen konnte ich nicht gut sehen, die Buchstaben waren nicht mehr so erfassbar wie gewohnt. Aber ganz anders als bei der Alterssichtigkeit, wo man das Gefühl hat, die Arme werden zu kurz“, beschreibt sie ihre veränderten Seheindrücke. Also suchte sie ihren Augenarzt auf. Dorthin geht sie sowieso regelmäßig einmal im Jahr, die Augen nachgucken lassen und zur Glaukomvorsorge. Resultat von Augeninnendruckmessung und Gesichtsfelduntersuchung: keine Anzeichen für ein Glaukom. Doch der graue Star müsse operiert werden, meinte der Arzt.</span></p>
<p><span style="font-weight: normal;">Mit der Überweisung fürs Krankenhaus in der Tasche fuhr sie nach Hause. Sie entschied sich für die Katarakt-Ambulanz eines Krankenhauses in der nächstgelegenen Großstadt. Mit der hatte auch ihr Augenarzt gute Erfahrungen gemacht. Einen Termin für die vorbereitenden Untersuchungen erhielt sie bereits einige Tage später. Dort wurde sie auch über alle Einzelheiten des geplanten Eingriffs informiert: dass die natürliche Augenlinse bei örtlicher Betäubung gegen eine künstliche Linse ausgewechselt werde, dass diese zusammengefaltet sei und sich erst im Auge entfalte und vieles mehr. Zuletzt entschied der Fachmann, welche Linse in welcher Stärke implantiert werden sollte und dann stand auch schon der Termin für die Operation fest. Viel schneller, als sie gedacht hatte.</span></p>
<p><span style="font-weight: normal;">Am Vortag musste sie in der Ambulanz anrufen, um den Termin bestätigen zu lassen und die genaue Uhrzeit zu erfragen. Am Operationstag ging es zunächst auf die Station, dann aber noch einmal zurück in die Verwaltung, zur „richtigen“ Krankenhausaufnahme – ein großer, langwieriger Aufwand, den sie als lästig empfand und der bei der zweiten Operation vier Jahre später nicht mehr nötig war. Da hatte man das Verfahren vereinfacht und alle Formalitäten wurden direkt auf der Station erledigt.</span></p>
<p><span style="font-weight: normal;">Zunächst wurde ihr ein Drei-Personen-Zimmer zugewiesen und ein „wunderbarer Sessel“, in dem sie bequem liegen und die Wartezeit überbrücken konnte. Nach dem Umkleiden (OP-Hemd, es wurde also ernst!) und einer Beruhigungstablette wurde sie in den OP-Trakt gefahren. Dort erfolgten die letzten Vorbereitungen inklusive Betäubungsspritze in die Augenhöhle. Die tat für einen Moment sehr weh und war das unangenehmste an der ganzen Sache. Anschließend wurde sie in den OP geschoben und vollkommen zugedeckt, nur das Auge blieb frei. Die erneute Spritze spürte sie schon nicht mehr. Dass sie operiert wurde, merkte sie kaum: „Ich sah buntes Licht, hörte Stimmen, hatte aber kein Gefühl dafür, was gemacht wurde. Ich weiß auch nicht, wie lange es gedauert hat. Gemerkt habe ich nichts.“ </span></p>
<p><span style="font-weight: normal;">Zurück auf der Station, verbringt sie die nächsten Stunden dösend im Liegesessel. Zwischendurch sieht der Augenarzt nach dem Rechten, bekommt sie Augentropfen, kümmern sich Schwestern um das Wohlergehen. Schließlich kommt der spannende Moment, als der Verband zur Abschlussuntersuchung abgenommen wird: Was und wie sieht sie? Oje – alles hängt schief, die Möbel kippen nach links! Operation misslungen? Nein, beruhigt der Arzt, das Auge habe sich noch nicht auf die neue Linse eingestellt. </span></p>
<p>Aha-Erlebnisse nach der Operation</p>
<p><span style="font-weight: normal;">Versehen mit einem frischen Verband, Tropfen, Salbe und einer Liste mit Verhaltensregeln wird sie entlassen. Was sie nicht darf: sich bücken, schwere Sachen heben, sich körperlich anstrengen. Und drei Wochen lang kein Wasser ans Auge lassen. Das ist wirklich lästig, wo sie sich doch „superfit“ fühlt. Am nächsten Tag ist ihr behandelnder Augenarzt  mit dem Befund zufrieden. Sie auch: keine Beschwerden, keine Schmerzen, keine Entzündung. Alles wieder gerade gerückt. Und auch später muss nicht nachgelasert werden. Schon am nächsten Tag kann sie wieder fernsehen, kurz darauf lesen und nach einigen Tagen fährt sie wieder Auto. Ein paar Wochen später bekommt sie eine neue Brille angepasst. „Das war ein richtiges Aha-Erlebnis nach der Operation“, erinnert sie sich. „Man weiß vorher ja nicht, dass man viele Dinge nicht mehr sieht. Jetzt konnte ich wieder Kleinigkeiten erkennen, zum Beispiel Flecken auf dem Kleid.“</span></p>
<p><span style="font-weight: normal;">Vier Jahre später hat sich die Linse des zweiten Auges eingetrübt. Es ist noch nicht so schlecht wie das andere bei der -ersten Operation, doch sie drängt darauf, dass der Eingriff vor dem Winter gemacht wird. Wegen der Dunkelheit und des Autofahrens. Dieses Mal sind die Voruntersuchungen weniger umfangreich, da viele Daten bereits vorliegen. Überhaupt hat sich der bürokratische Aufwand merklich reduziert. Die Operation verläuft genauso problemlos wie die erste, nein, besser noch: Diesmal tut die erste Spritze nicht weh. Und die Möbel kippen auch nicht. Dafür stellt sie nach einiger Zeit fest, dass sie wohl zwei unterschiedliche Linsen hat: „Die eine ist wärmer in der Farbe, heller.“ Auch erscheinen alle Gegenstände auf einem Auge etwas schmaler. „Das ist aber nur ein ganz feiner Unterschied“, erklärt sie, „das stört mich wirklich nicht.“ </span></p>
<p><span style="font-weight: normal;">Ihr Fazit: Eine Katarakt-Operation sei eigentlich kein großes Thema, auch nicht im Freundes- und Bekanntenkreis: „Man hakt es einfach ab. Es ist eine Selbstverständlichkeit.“ Viele hätten ähnlich gute Erfahrungen gemacht wie sie. Im Übrigen sei es erstaunlich, wie schnell man alles vergesse. Nur für uns hat sie noch einmal alles Revue passieren lassen. Ganz entspannt.</span></p>
<p><span style="font-weight: normal;">* Name von der Redaktion geändert</span></p>
<p></strong> </div>
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